Aus Liebe zur Schönheit – Nicht noch ein Beauty Blog!

Aus Liebe zur Schönheit – Nicht noch ein Beauty Blog!

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Beauty bloggen ist doch easy. Du brauchst einen weißen Tisch mit rosa Spitzendeckchen, und im Hintergrund ein Letterboard mit dem aktuellen Kalenderspruch. Jetzt Dein Lieblings-Lipgloss in die Mitte gelegt, Reflektor ausrichten und knipsen. Beim Schreiben ein kurzer klitoraler Orgasmus zum Erdbeergeschmack und posten.

Ich drehe durch! Seit Monaten bin ich im Web auf der Suche nach Inspiration, lese Blog Artikel, klicke mich durch Facebook und perfektioniere meine Instagram-Sucht um herauszufinden was meine Leser lesen wollen.

Ich will meinen eigenen Blog aufbauen. Einen Blog – Aus Liebe zur Schönheit.

Was tut der gut trainierte Mensch der frisch aus dem System kommt? Richtig: Abgucken! “Mal schauen was die Kollegen so machen…” “Oh schau mal, das kann ich doch auch machen.” Unter dem Deckmantel der Marktforschung gibst Du Dir damit Frontalunterricht par Excellence!

Den Tiefpunkt habe ich mit Youtube-Videos erreicht: Ich habe Bibi, Julienco und Daggi etc. von Anfang bis Ende geschaut. Beauty und Lifestyle Informationen der letzten 4 Jahre innerhalb von 48 Stunden gesuchtet und schließlich die Notbremse ziehen müssen.

„Dein Blog kann nur aus Dir selbst entstehen: Wer bist Du? Was ist Deine Leidenschaft? Finde heraus wie Du anderen Menschen damit helfen kannst. Was willst Du der Welt erzählen? Was können deine Leser von Dir lernen?“ – schreibsuchti.de

Ich bin Anna Haake. Ich bin Spezialistin für fotogerechtes Make-up – Aus Liebe zur Schönheit. Das ist meine Marke, mein Beruf, meine Leidenschaft. Objektiv betrachtet eine Basis für den x-ten Beauty Blog mit Produktvorstellungen, Tipps und Tricks und Selfie-Make-up Tutorials. Dieser Gedanke hat mich in eine Schreibblockade geritten. Ich sitze ewig vor dem leeren Blatt und schreibe dann langweilige Texte über meine Arbeit und wie ich sie ausführe, liste Themen auf über Equipment Bla Bla und die perfekte Augenbrauenform. Das will doch keiner lesen, denke ich.

Ich will das nicht lesen. Was ist mein Problem? Wieso wollte ich nochmal bloggen?

Ich will bloggen um Content zu haben. Das ist die egoistische Wahrheit. Ich bin Make-up Artist und will meine Marke damit verbreiten um an Jobs zu kommen. Ich habe Schwierigkeiten fremden Beauty-Content zu finden, der in meine Nische passt und ich werde sicher nicht damit anfangen mein Lipgloss auf Spitze zu fotografieren.

Wenn ich dieses Problem habe, dann haben andere dieses Problem auch. Was posten Fotografen, Visagisten, Stylisten und Models außerhalb ihrer eigenen Arbeiten? Da wird eine Page schnell zu einem Foto-Album und dazwischen ein paar Updates zum allgemeinen Stand. Informationen, aber kaum teilenswerter Inhalt um ein Netzwerk aufzubauen.

Ist die Foto-Branche zu einem Massenprodukt geworden? Jeder produziert in seinem Wirkungskreis und kreative Fotokünstler die mit ihrer Arbeit eine Botschaft verbreiten wollen sind schwer in diesem Meer aus Seifenblasen zu finden. “Facebook ist tot!” rufen sie in den Shooting-Gruppen und zerpflücken in den Kommentaren die Arbeiten anderer Blasen. Man gönnt sich ja nichts in der Branche.

“Instagram ist viel besser!” Millionen Fotos aus der ganzen Welt, bieten dort genau das was auf Facebook fehlt: Inspiration. Alle Fotos sind “beautiful” und “amazing” und jeder bekommt den Zuspruch den er auf Facebook so vermisst. Instagram ist nicht besser. Es ist anders. Facebook ist tot weil wir es sterben lassen, geblendet von Schönheit und Liebe aus der ganzen Welt. Der Algorythmus ist nicht schuld an dem Scheitern einer Facebook-Page. Inspiration und Information – das ist teilenswerter Inhalt für alle visuellen Kreativköpfe, die ihre Kunst zum Beruf machen.

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Jetzt ist alles anders. Es schreibt sich wie von selbst.

 

So viel Mist habe ich die letzten Monate geschrieben, unter anderem den ersten Teil dieses Blog-Artikels, indem ich mich einfach mal ausgekotzt habe. Ich bin wütend auf mich gewesen, habe es rausgelassen, den Laptop geschlossen und ihn nicht mehr angerührt.

Bis zu dem Tag mit Kim-Lena in der Fischbeker Heide. Der Spaß am Fotografieren, dieses Schöne Mädchen und ihre Leidenschaft zu dokumentieren – das ist meine Leidenschaft. Hair & Makeup, Making-of Fotos, Geschichten vor und hinter der Kamera: Als PHOTOFLAMINGO fühle ich mich wohl und schreibe aus Liebe zur Schönheit.

Allein kann ich nicht beurteilen was für Euch teilenswert ist, daher bin ich dankbar für die Möglichkeiten, die Facebook und Instagram uns bieten. Mein Herz pocht bei jedem Like und Kommentar und ich freue mich über so viel Zuspruch und liebe Nachrichten. Vielen Dank und liebe Grüße!

Wir sind Künstler: Wir erschaffen Geschichten, genauso wie wir sie dokumentieren. Finde das Thema in Dir, denn Du bist der Schlüssel zum Erfolg. Sei Du selbst und lebe Deine Schönheit. Bist Du ein PHOTOFLAMINGO?

Kontaktiere mich und du bekommst eine neue Freundin.

Bis bald,

Deine Anna

Texte Anna Haake & Fotos Kim-Lena Sahin

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